TOTE HERZEN

Wie lang nur , ach du kaltes Herz

Bist du schon aus dem Leben-

Ich wünscht es, hoff es bet dafür und

Kann dir doch die Freude niemals wieder geben.

Voll ohnmacht steh ich an dem Grab

Und will’s und kanns nicht fassen

Und kann nicht, will nicht, werd wohl nie

Den Blick von deinem schönen stillen,

sanften lezten Bette lassen.

 

Dereinst als du lebendig warst

 da konnt ich dich nicht schauen,

Ach erst dann auf dem Totenbett da

 lernte ich dich lieben, konnt ich dir vertrauen.

Wie wunderschön wie rein im Tod,

wie mehr zur guten Stunde.

Ich fühl und ahn und kenns doch nicht,

mein Herz weiß ja die bittre, wahre kunde.

 

Denn ach, ihr Dolch durchbrach im Glück

Dein reines,frohes Leben,

und hoffe ich und seufze laut-

ich kann’s dir nimmer nimmer wieder geben.

So seh ich’S  klar und wein  allein

und hoff und bitte auch

Ich weiß es doch nun wird mir klar

Mein Liebster, du wachst niemals, niemals wieder auf.

 

So seh ich dich im Todesschlaf

Und kann allein nicht sein

So sinnt mein Herz dem deinen nach

Und wigt in ewgen, kalten,

dunklen schlaf sich ein.

 

Nun schlafen Herzen Brust an Brust

Sind einsam noch im tod-

Sie sehnen sich im Todesschlaf

Und leiden beide ewig große not.

Doch niemals konnen sie gemeinsam

Sein, denn als sie Blos

Und damals noch verletzlich warn

Traf jedes ein andrer, eines Andren Todesstoß.

 

~ von alucinatia am Februar 3, 2009.

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