Wie lang nur , ach du kaltes Herz
Bist du schon aus dem Leben-
Ich wünscht es, hoff es bet dafür und
Kann dir doch die Freude niemals wieder geben.
Voll ohnmacht steh ich an dem Grab
Und will’s und kanns nicht fassen
Und kann nicht, will nicht, werd wohl nie
Den Blick von deinem schönen stillen,
sanften lezten Bette lassen.
Dereinst als du lebendig warst
da konnt ich dich nicht schauen,
Ach erst dann auf dem Totenbett da
lernte ich dich lieben, konnt ich dir vertrauen.
Wie wunderschön wie rein im Tod,
wie mehr zur guten Stunde.
Ich fühl und ahn und kenns doch nicht,
mein Herz weiß ja die bittre, wahre kunde.
Denn ach, ihr Dolch durchbrach im Glück
Dein reines,frohes Leben,
und hoffe ich und seufze laut-
ich kann’s dir nimmer nimmer wieder geben.
So seh ich’S klar und wein allein
und hoff und bitte auch
Ich weiß es doch nun wird mir klar
Mein Liebster, du wachst niemals, niemals wieder auf.
So seh ich dich im Todesschlaf
Und kann allein nicht sein
So sinnt mein Herz dem deinen nach
Und wigt in ewgen, kalten,
dunklen schlaf sich ein.
Nun schlafen Herzen Brust an Brust
Sind einsam noch im tod-
Sie sehnen sich im Todesschlaf
Und leiden beide ewig große not.
Doch niemals konnen sie gemeinsam
Sein, denn als sie Blos
Und damals noch verletzlich warn
Traf jedes ein andrer, eines Andren Todesstoß.




